Lesung

„Der Übertreibungskünstler“ – Lesung zum 30. Todestag von Thomas Bernhard

„Der Übertreibungskünstler“ – Lesung zum 30. Todestag von Thomas Bernhard
12.02.2019 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Aegis
Preis: 5 €

Der Mensch ist gut, das Leben ist sinnvoll: Das literarische Werk von Thomas Bernhard bestreitet dies mit unbändigem Furor. Niemand und nichts wird verschont, wenn die unerbittlichen Welt- und Menschenkritiker in seinen Texten ihr Urteil sprechen. Mit harschem Witz ergießt sich ihre Suada über die Großen und Größten der Kunst wie auch auf die Niederungen der Politik und das jämmerliche Dasein allgemein. Und das Famose daran ist, als selbsternannten Übertreibungskünstlern gelingt es ihnen, sich selbst und uns über all das zum Lachen zu bringen. Es ist oft bitter und boshaft, aber auch ein befreites Auflachen, denn in der Übertreibung liegt – so Bernhard – die Wahrheit.
Bernhards Credo lautete: „Wenn mir fad ist, schlag’ ich ein Buch von mir auf, das bringt mich noch am ehesten zum Lachen.“ Darin folgen wir ihm in der Lesung zu seinem 30. Todestag gerne.

„Der Übertreibungskünstler“ – Lesung zum 30. Todestag von Thomas Bernhard
Es lesen Christel Mayr, Markus Hottgenroth und Christian Katzschmann
Buchhandlung Aegis, Dienstag, 12. Februar 2019, 19.30 Uhr, Eintritt 5 €

  Florian L. Arnold   Feb 01, 2019   Allgemein   0 Comment Read More

Lesung: Die erste Öko-Dystopie der Literatur!

Wir laden herzlich ein zum letzten Abend unseres kleinen Klassiker-Festivals – am kommenden Donnerstag, 24. Januar 2019 um 19:30 Uhr in der Buchhandlung Aegis in der Breiten Gasse 2 in Ulm.

KLASSIKER #7: Theodor Storm – Die Regentrude
Timo Ben Schöfer
24. Januar 2019, 19:30 Uhr
Ort: Aegis, Breite Gasse 2
Vorverkauf: nur AK 
Eintritt: 8 €

„Einen so heißen Sommer, wie nun vor hundert Jahren, hat es seitdem nicht wieder gegeben. Kein Grün fast war zu sehen; zahmes und wildes Getier lag verschmachtet auf den Feldern.“
Feuer- und Wasser-Fantasie, Storms „Regentrude“ ist so etwas wie die erste Öko-Dystopie der Literatur. Das Kunstmärchen des deutschen Dichters Theodor Storm stammt aus dem Jahre 1863.
Timo Ben Schöfer, Schauspieler und Literaturkenner, liest und spielt Theodor Storms Erzählung.

Eine furchtbare Dürreperiode lässt die Pflanzen verdorren und das Vieh verdursten. Die Menschen leiden unter der unerträglichen Hitze. Nur der Wiesenbauer hatte schon vor Jahren eine tiefgelegene Wiese erworben, die noch genug Feuchtigkeit besitzt, um die Heuernte reichhaltig ausfallen zu lassen. Die von der Hitze heimgesuchte Landwirtschaft verursachte eine Teuerung, von der einzig der Wiesenbauer profitierte. Er kann es sich sogar leisten, seiner Nachbarin, der etwa 50-jährigen Mutter Stine, einen Kredit über 50 Taler über den Rückzahlungstermin hinaus zu stunden.
Doch selbst dabei verliert er seinen Vorteil nicht aus den Augen und fordert Stines verbliebene Ländereien zum Pfand.

  Florian L. Arnold   Jan 23, 2019   Allgemein   0 Comment Read More

KLASSIKER #4: Edgar Allen Poe am 22. 11. 2018

KLASSIKER #4: Edgar Allen Poe
22. 11. 2018  ::  19:30 Uhr  :: Klaus Reibisch
Veranstaltungsort: Aegis, Breite Gasse 2
Eintritt: 6 €

Edgar Allen Poe. Ein Name, der nie an Hall verloren hat. Der Meister von unzähligen Klassikern wie etwa „Arthur Gordon Pym“ oder „Das verräterische Herz“, dem „Raben“ und vielen mehr …
Edgar Allan Poe (* 19. Januar 1809 in Boston, Massachusetts, USA; † 7. Oktober 1849 in Baltimore, Maryland) prägte entscheidend die Gattung der Kurzgeschichte sowie die Genres der Kriminalliteratur und der Horrorliteratur. Einzelne Erzählungen haben spätere Autoren der Science-Fiction wie Jules Verne beeinflusst, seine Prosa setzte das Fundament des Symbolismus und des Surrealismus – und damit der modernen Dichtung.

Klaus Reibisch kredenzt uns zwei weniger bekannte Erzählungen Poes: düster, herrlich verstörend und den Meister auf der Höhe seiner imaginativen Kunst zeigend …

 

  Florian L. Arnold   Nov 20, 2018   Allgemein   0 Comment Read More

LiteraturKlassiker #1: Bert Brecht

Let’s Brecht!

In der Schule quälte man uns mit dem Auswendiglernen von Gedichten des 19. Jahrhunderts, zwang uns zur „Judenbuche“ und marterte das Schülerhirn mit Ausschnitten aus „Faust“ oder „Glasperlenspiel“. Der Teenager wandte sich ab. Wars das?

Erwachsen geworden stellen wir fest, wie viel uns die „Klassiker“ zu sagen haben, wie tief ihr Einblick ins Menschliche ist, wie sie uns in entfernte Zeiten locken oder mit verblüffender Weisheit fesseln. Wir möchten an sieben Abenden in diesem Winter die Magie der Literaturklassiker entfalten und freuen uns auf diese Programmpunkte.

In Kooperation mit „Aegis Literatur Buchhandlung“ und der vh ulm.

Wir starten unsere Klassikerreihe mit Bert Brecht.

KLASSIKER #1: Brecht, Bert Brecht
13.11.2018 :: 19:30 Uhr  :: Dorothea Grathwohl
Veranstaltungsort: Aegis, Breite Gasse 2, Ulm
Eintritt: 6 €

Brecht war immer cool. Ein Mann, der nie ums Wort verlegen war, den man gern falsch verstand. Dorothea Grathwohl, Brecht-Kennerin aus tiefstem Herzen, kredenzt uns 50 Minuten hocherhitzter Extrakte aus dem Gesamtwerk.
Brecht forever!

 

 

 

  Florian L. Arnold   Nov 11, 2018   Allgemein   0 Comment Read More

Lesung Julia von Lucadou am 1. 11. bei Aegis

Lesung Julia von Lucadou – Die Hochhausspringerin am 01.11.2018 19:30 Uhr
Eintritt 10 €

Willkommen in der Zukunft, in einer Welt, in der innere Ausgeglichenheit oberstes Gebot ist. Die berühmte Hochhausspringerin Riva – ein perfekter Körper, ein gläserner Star mit Millionen Fans – verweigert sich plötzlich. Hitomi, eine andere junge Frau, soll Riva wieder gefügig machen. Doch während sie versucht zu verstehen, warum Riva ihr Leben einfach hinwirft, gerät Hitomis eigene Existenz aus den Fugen. Julia von Lucadou stellt in ihrem ausgezeichneten Debüt die Frage nach dem Menschlichen, nach der Kälte von Perfektion und Totalitarismus.

Julia von Lucadou wurde 1982 in Heidelberg geboren und ist promovierte Filmwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Regieassistentin, Redakteurin beim Fernsehen und als Simulationspatientin; sie lebt in Biel, New York und Köln.

>Leseprobe „Die Hochhausspringerin“

 

„Lucadous Sätze sind so transparent wie die gläserne Architektur, die ihre Figuren umschließt, ihre Worte so präzise gewählt, als würde jemand permanent aus dem Off das Achtsamkeitslevel checken. […] Viele der Motive Lucadous kennt man […] Dennoch findet Lucadou einen eigenen Ton, der zunächst die glänzende Oberfläche derart einnehmend erzählt, dass man sich ihrer Anziehungskraft kaum entziehen kann, nur um ihr dann winzige Risse zuzufügen, die sich im Folgenden unmerklich von der Mitte her durch die glatte Metropolis-Ästhetik fressen“.
Anja Kümmel, Zeit Online, 08.09.18

  Florian L. Arnold   Okt 30, 2018   Allgemein   0 Comment Read More