Lesen für die bessere Welt

  Florian L. Arnold   Jul 16, 2019   Buchhandlung, Buchtipp   1 Comment

Wir empfehlen euch heute Bücher, die unserer Meinung nach einen guten und wertvollen Beitrag zum Verständnis der Welt liefern – und zum Verständnis ihrer schwierigsten Spezies: Uns Menschen.

Rasmus empfielt die Lektüre von Eduardo Viveiros De Castro und Deborah Danowski: In welcher Welt leben?
Die Vorstellungen vom Ende der Welt sind so vielfältig und zahlreich wie ihre Kulturen. Von der Sintflut über nukleare Katastrophen bis zur Vernichtung der Menschheit durch ein Supervirus reichen die Fantasien, die nicht nur die Science-Fiction durchziehen, sondern auch ganze Philosophien und Religionen begründen. Die Philosophin Deborah Danowski und der Ethnologe Eduardo Viveiros de Castro beleuchten in diesem Buch die wichtigsten und verbreitetsten Variationen des Themas vom Ende der Welt. Das Buch weiß an vielen Stellen zu überraschen und lässt einen darüber nachdenken, ob „das Ende“ wirklich das Ende wäre – oder nicht eine große Chance auf einen wirklichen neuen Anfang.

Florian findet „Gegen den Hass“ von Carolin Emcke wichtig. Emcke, eine der wichtigsten Intellektuellen der Gegenwart, findet in ihrem engagierten Essay einen guten Blick auf die bitteren Themen unserer Zeit: Fanatismus, Rassismus, Demokratiefeindlichkeit. Sie analysiert mit Kopf und Herz die polarisierten, fragmentierten Denkschichten und fragt, warum Zweifel nur an den Positionen der anderen, aber nicht an der eigenen zunimmt. Gegen das dogmatische Denken appeliert Emcke, für eine neue Vielstimmigkeit. Beeindruckend und engagiert.

Annemarie Brückner empfiehlt euch „Frei, fair und lebendig – Die Macht der Commons“ von Silke Helfrich, David Bollier.
Ein Buch wie gemacht für unsere enagierte Fair Trade Modemacherin aus Ulm, denn es macht Mut. Wie finden wir zu einer wahrhaft freien, fairen und pluralistischen Gesellschaft? Wie angehen gegen das Gewohnte, das sich so festgegraben hat in unseren Köpfen, in unserem Alltag, in Markt und Staat? Silke Helfrich und David Bollier offenbaren uns überkommene Denkmuster und entwerfen ein Programm für ein gelingendes Miteinander.

Anna plädiert für das „Plastiksparbuch“ und darin „Mehr als 300 nachhaltige Alternativen und Ideen, mit denen wir der Plastikflut entkommen“. Man staunt schon, wo und wie oft Plastik zum Einsatz kommt, und wie oft dieser Plastikeinsatz ganz unnötig ist.
Das umfangreiche Buch führt in das Thema Plastik, Plastikmüll sowie die Folgen für Umwelt und Gesundheit ein und zeigt die derzeit heiß diskutierten Lösungsansätze für das Plastikproblem. Vor allem aber zeigt es über 300 Anleitungen und Ideen für sinnvolle Plastikvermeidung im Alltag. Mit so einem Buch kann man die Welt schon mal ein bißchen besser machen!

 

One Comment

  1. BriPaintner Says: 19. Juli 2019 7:49 Reply

    Es ist einfach nur erfrischend bei Euch einzukaufen oder zu schmökern. Danke! Magga

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